Rolf Richie Golz, Piano solo 

Horst Oberkampf, Bad Schussenried:

...also, der Samstag Abend war ein ganz eindrucksvoller Abend für mich ! Sie spielten einfach großartig und haben mich restlos begeistert. Furios, einfühlsam und gekonnt spielten Sie. Ihre eigenen Kom- positionen haben mich sehr angesprochen. Machen Sie weiter so, Sie haben musikalisch etwas zu sagen und mitzuteilen ! Und dann Chopin, den ich so sehr liebe ! Er liegt Ihnen und Sie spielen ihn gerne. Und wie schwer er ist ! Aber Sie haben das alles mit Bravour gemeistert. Und Keith Jarrett war das i-Tüpfelchen eines phantastischen Klavierabends. Herzlichen Dank !

 

Duo Kappa Golz

Schwäbische Zeitung

Von Wolfgang Manecke

BIBERACH - Dass Männer spielen müssen ist eine alte Weisheit. Mit Herz und Hand taten dies
Rolf "Richie" Golz (Klavier) und Mathias Kappa (Percussion) am vergangenen Freitagabend in der Aula des Wieland-Gymnasiums. Rund 100 Zuhörer waren restlos begeistert.

Spätestens in der zweiten Nummer "Wow! The Train", wenn Mathias Kappa mit bloßen Händen in einem atemberaubenden Crescendo das Stampfen einer Dampflok nachahmt und Rolf Richie Golz in ekstatischen Körperverrenkungen seinen Flügel bearbeitet ist klar, dass die beiden Musiker ihr Duospiel mit sichtbarem Lustgewinn betreiben. Dem spannungsgeladenen Solo von Kappa in "Found the Groove" schließt sich Golz am Steinway nicht minder rasant an; zum Schluss der Nummer gehen die beiden völlig im zwingenden Körperrhythmus, im "groove", auf. Programmatisch auch die Titel, "Angel" und "Little Moment", hübsche Lautmalerei, bei der Kappa mit in Wasser getauchten Messing- und Metall- platten ätherische Klangwirkungen erzeugt, während Pianist Golz romantische Träumereien nach klassischem Muster spielt.

Jeder der beiden Partner behält hier, wie auch in dem spannungsvollen Titel "Zwiegespräch", seinen eigenen, unverwechselbaren Ausdruck. Deutlich sicht- und hörbar ist aber auch, dass die Duo-Partner aufmerksam angespannt und sensibel aufeinander eingehen. Außer Frage steht die musikalische Kompetenz der beiden Künstler. Rolf "Richie" Golz ist ausgebildeter Pianist mit einem Abschluss in Frankfurt und weitergehenden Studien. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die "Komposition moderner Musik mit Einflüssen aus Rock, Pop und Klassik". Gelernter Dekorateur indes ist der 47-jährige Mathias Kappa, der vor gut 30 Jahren mit seiner Arbeit auf Percussions-Instrumenten begann.

Neben Engagements in zahlreichen Jazz-Formationen erhielt Kappa bei den Donaueschinger Musiktagen Anregungen von John Cage, Phil Glass und anderen bedeutenden Komponisten. Ein gemeinsames Duo- Programm mit dem Namen "Spiegelbilder" entwickelten Golz und Kappa im Jahre 1998.
Dieses Programm, so die beiden Musiker, sei eine "spielerisch-kritische Auseinandersetzung mit den Hör- und Sehgewohnheiten einer stark kommerzialisierten Musikweit". Hörens- und sehenswert ist das Duo allemal: die Fans in der Aula des Wieland-Gymnasiums waren hingerissen und entließen die beiden erst nach zwei Zugaben.

 

CD-Premiere "Beautiful Melodies" Just For Music

Festhalle Mittelbiberach

Stimmen:

"Es ist wahrlich eine Zauberei." " Die Jazzbearbeitungen haben mir ungeheuer zugesagt – es ist ein Stil, der mich anspricht." "Sie hören und fühlen sich ein und spielen gut zusammen." "Sie haben sich die musikalischen Bälle zugespielt." Jeder ist ein Profi auf seinem Instument." "Aber alle zum Zuge kommen zu lassen, gleich- berechtigt und freundschaftlich, das wird doch die hohe Kunst bei diesen Jazzmelodien sein." "Für mich eine tolle Spielkultur, die die drei hier praktiziert haben." "Der Funke ist wahrlich übergesprungen, das hat man am starken Applaus gehört und das haben sie alle verdient." "Melodien auf dem Bass, wie noch nie gehört." "Sie merken, der Abend wirkt nach." "Es war schlicht und ergreifend: ein musikalisches Bonbon."